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2 Mädchen arbeiten an einem Roboter.

In MINT steckt viel Kreativität

Die MINT-Fächer bieten viel Raum ,um Kreativität zu fördern - eine wichtige Zukunfskompetenz. Eine Umfrage zeigt, dass dieses Potential oft unterschätzt wird.

Robotik und Künstliche Intelligenz nehmen uns schon heute viele Aufgaben ab. Das erleichtert uns Arbeit und Alltag, stellt uns zugleich aber vor die Frage, wie unsere Rolle in Zukunft aussehen wird und was wir dazu wissen und können müssen. Eine wesentliche Eigenschaft, die wir Menschen den Maschinen voraushaben, ist Kreativität. Um die Ecke denken, neue Ideen und Lösungen entwickeln, Innovation schaffen. Nicht umsonst zählt Kreativität – neben Kommunikation, Kollaboration und kritischem Denken – zu den vier wichtigsten Kompetenzen für das 21. Jahrhundert, auch „4 K“ genannt.

Die MINT-Fächer bieten viel Raum für Kreativität. Diese ist dabei sowohl Methode als auch Ziel: Indem Lernende ganz praktisch an realen Fragenstellungen tüfteln, forschen, entdecken, staunen, und mit ihrem MINT-Wissen innovative Ideen entwickeln, stärken sie genau diese Kompetenz. Zudem erleichtert der kreative Ansatz den Zugang zu MINT und vermittelt die Relevanz dieser Disziplinen und die Vielfalt ihrer Anwendungen.

Eine repräsentative Umfrage, die die Deutsche Telekom Stiftung in Auftrag gegeben hat, zeigt jedoch, dass Kreativät kaum in Verbindung mit den MINT-Fächern gebracht wird. Ein Ergebnisbericht sowie eine Zusammenstellung aller Umfragezahlen sind unter diesem Artikel verlinkt.

»Als Telekom-Stiftung setzen wir uns dafür ein, dass Kreativität viel stärker Einzug hält in unsere Bildungseinrichtungen – als Lernziel wie auch als Methode. Gerade die MINT-Fächer bergen immenses Potenzial für Kreativität.«
Thomas de Maizière

Mit vielen Projekte zeigen wir, welchen Beitrag zur Förderung von Kreativät die MINT-Fächer leisten können und verfolgen auf unterschiedlichsten Wegen einen Ansatz, der auch als STEAM bezeichnet wird – eine Erweiterung des englischsprachigen Kürzels STEM (Science, Technology, Engineering, Math) um die Künste: Arts. Die Idee: Mehr Kreativität bei der Vermittlung in den MINT-Fächern. Einige Aktivitäten haben wir im Folgenden zusamengestellt.
 

Junior-Ingenieur-Akedemie

Mit der Junior-Ingenieur-Akademie arbeiten wir seit über 15 Jahren in diesem Sinne: einem speziellen Wahlpflichtfach Technik an mittlerweile über 100 Schulen deutschlandweit. In den „JIA“ arbeiten Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe eng mit Forschern und Ingenieuren aus der Praxis zusammen und entwickeln technische Lösungen, von denen sogar schon einige auf internationalen Konferenzen, wie etwa des EU-Programms RM@Schools in Bologna, vorgestellt wurden.

Design Thinking

Für mehr Kreativität im MINT-Lernen fördern wir auch die Anwendung von Design Thinking. Diese Methode, eigentlich zur Innovationssteigerung in Unternehmen entwickelt, haben wir bereits in der Junior-Ingenieur-Akademie erprobt, und wir wollen die Idee noch deutlich ausweiten.

Deeper Learning

Auch das Konzept des Deeper Learning birgt großes STEAM-Potenzial. Denn hier werden die Fächer und Kreativität eigentlich immer zusammen gedacht. Elementare Bestandteile sind der Input von und der Austausch mit Experten, eigenständiges Arbeiten an komplexen, realistischen Aufgaben und die abschließende Präsentation authentischer Arbeitsergebnisse durch die Lernenden. Der Lernraum wird hinaus in die Lebenswelt geöffnet und außerschulische und virtuelle Lernorte kommen hinzu.

Chancen bilden@Bonn

Unter dem Dach Chancen bilden@Bonn, unserem Engagement am Stiftungsstandort, haben wir bereits mit vielen unterschiedlichen Partnern kreative Projekte mit MINT-Bezug umgesetzt. Ab 2023 steht unter anderem „Kunst und Making“ mit dem Kunstmuseum Bonn und dem MakerSpace Bonn e.V. auf der Agenda. In Workshops des Museums und der offenen Makerspace-Werkstatt werden Kreativität, Knowhow und Experimentierfreude gefördert, pro Quartal unter einem anderen Motto, zuerst Licht, dann etwa Luft, Rot, Makro oder Töne.

Auch eine Ausgabe unseres Bildungsmagazins sonar setzt sich mit dem Thema Kreativität auseinander. Die Ausgabe findet ihr hier.

Foto: Norbert Ittermann