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Pädagogen erklären einem Jugendlichen etwas auf dem Tablet-PC

Kinder- und Jugendarbeit – Partner für Bildung

Whitepaper

Cover Whitepaper Kinder- und JugendarbeitFür die Deutsche Telekom Stiftung findet gute Bildung in einem umfassenden Bildungsökosystem statt: Schulen gehören ebenso dazu wie außerschulische Akteure. Ein solcher Akteur ist die Kinder- und Jugendarbeit. Mit Einrichtungen aus diesem Umfeld arbeitet die Stiftung unter anderem in ihren Vorhaben Ich kann was! und GestaltBar – die digitale Werkstatt zusammen.

Die eine Kinder- und Jugendarbeit gibt es nicht – dafür ist dieser Teilbereich der Kinder- und Jugendhilfe zu vielfältig. Was aber alle ihre Angebote eint, sind zentrale Prinzipien wie die grundsätzliche Offenheit für alle Kinder und Jugendlichen, Orientierung an ihren Interessen und Bedürfnissen, die Freiwilligkeit zur Teilnahme sowie Selbstorganisation und Partizipation der jungen Menschen. 

Doch was macht diesen Bildungsakteur aus und welche Rolle spielt er im gesamten Lernökosystem von Kindern und Jugendlichen in Deutschland? Wie wirkt er mit Schulen zusammen? Mit welchen Herausforderungen sieht er sich konfrontiert? Und was soll die Politik tun, um diese zu bewältigen? Antworten auf diese Fragen liefert ein Whitepaper, das die Telekom-Stiftung zusammengestellt hat.
 

Was zu tun ist: Empfehlungen

Die Kinder- und Jugendarbeit steht als Bildungsakteur vor zahlreichen Herausforderungen. Was sie braucht, um diesen begegnen zu können, ist nachfolgend zusammengestellt.

Die Kinder- und Jugendarbeit braucht …

… eine gesicherte, solide Finanzierung – für genug qualifiziertes Personal in fester Anstellung und ein ausreichendes, verlässlich verfügbares Angebot. Dazu sollten sich der Bund und die Länder deutlich stärker an der Grundfinanzierung beteiligen.

… mehr öffentliche Anerkennung – nicht nur finanziell, sondern auch ideell. Dazu sind eine stärkere und wertschätzende Sichtbarmachung der Leistungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie eine gesellschaftlich wahrnehmbare, kontinuierliche Unterstützung durch alle politischen Ebenen nötig. Hierzu zählt die Anerkennung des großen ehrenamtlichen Engagements in der Kinder- und Jugendarbeit.

… eine zukunftssichernde Aus-, Fort- und Weiterbildung – zeitgemäßer und mehr: Neue professionelle Anforderungen, wie sie die Digitalisierung stellt, machen grundsätzliche inhaltliche Neujustierungen in der Qualifizierung notwendig. Steigender Fachkräftebedarf, auch durch den schulischen Ganztag, erfordert einen Ausbau der Kapazitäten in der Ausbildung.

… Unterstützung in der Digitalisierung – durch passende Qualifizierung und eine zeitgemäße technische Ausstattung. Eine digitale Grundbildung gehört in die Aus-, Fort- und Weiterbildung aller pädagogischen Fachkräfte. Der Weiterbildungskatalog sollte sich an allgemeinen Empfehlungen der Europäischen Kommission orientieren. Zudem brauchen die Einrichtungen eine digitale Grundausstattung.

… Unterstützung für die Kooperation mit Schulen – damit die Kinder- und Jugendarbeit ihre spezifischen Kompetenzen erfolgreich in den Ganztag einbringen kann. Dazu sind klare Vorgaben von Ländern und Kommunen nötig, die alle beteiligten Partner in eine kontinuierliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe bringen.

Foto: Norbert Ittermann