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20.01.2017
Grenzenlos tüfteln

JIA-Schulpartnerschaften: Ungarische Schüler zu Gast in Aachen

Das Zukunftsthema Robotik ganz praktisch entdecken und gleichzeitig interkulturelle Erfahrung mit Jugendlichen aus einem anderen Land sammeln: Den Schülerinnen und Schülern der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) am Inda-Gymnasium Aachen bieten sich in dieser Woche gleich zwei spannende Bildungschancen. Im vergangenen Jahr startete die JIA eine Partnerschaft mit dem Szent István Gymnazium aus Budapest. Die deutschen und ungarischen Jugendlichen und ihre Lehrkräfte arbeiten seitdem gemeinsam an einem Technikprojekt.

Zwar liegen Luftlinie rund 1.000 Kilometer zwischen den beiden Städten, aber das ist dank Skype, WhatsApp oder E-Mail heutzutage ja kein Hinderungsgrund mehr. Zumal auch gegenseitige Besuche zur Kooperation gehören: Nachdem die Aachener bereits im letzten Oktober für fünf Tage zu Gast in Budapest waren, trafen nun am Montag die Ungarn zum Gegenbesuch in der Kaiserstadt ein.

Verständigung funktioniert

„Die anfänglichen Berührungsängste sind sehr schnell verflogen“, erzählt Daniel Marburger, einer der JIA-Lehrer am Inda-Gymnasium. „Etwa die Hälfte der ungarischen Schüler spricht ja Deutsch und kann für die anderen dolmetschen, das klappt richtig gut.“ Beim gemeinsamen Tüfteln – vor Stadtrundfahrt, Dombesichtigung und Printen-Einkauf der wichtigste Grund für das Treffen – spielt die Sprache ohnehin kaum noch eine Rolle. Und hier haben die Jugendlichen ein großes Ziel: Am Wochenende wollen sie mit ihren selbstgebauten und -programmierten Robotern beim „First Lego League“-Regionalwettbewerb in Aachen an den Start gehen. Der schwierige Parcours hält allerlei Hindernisse für die Droiden bereit. Aber läuft es gut, winkt sogar der Einzug ins Halbfinale des Wettbewerbs.

Die Kooperation zwischen dem Aachener und dem Budapester Gymnasium ist eine von bislang neun europäischen JIA-Schulpartnerschaften, die mit Unterstützung der Telekom-Stiftung seit dem letzten Jahr aufgebaut werden konnten. Die meisten Partnerschaften gibt es mit Ungarn (3 Schulen), gefolgt von Griechenland (2), Bosnien und Herzegowina, Tschechien, Moldau und Polen (je 1). Insgesamt knapp 160 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte haben bereits an den Austauschen teilgenommen und gemeinsam an Technikprojekten gearbeitet.

„Von europäischen Partnern lernen“

Die JIA-Schulpartnerschaften gehören zu den Aktivitäten, mit denen sich die Telekom-Stiftung außerhalb Deutschlands engagiert. „Unser Ziel ist es einerseits, die in zwölf Jahren Stiftungsarbeit gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse jetzt auch an europäische Partner weiterzugeben“, sagt Professor Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Telekom-Stiftung. „Andererseits bietet ein Austausch auch uns die Chance zu erfahren, mit welchen Konzepten und Methoden unsere europäischen Partner an ihren Schulen technisch-naturwissenschaftliche Kompetenzen vermitteln.“

Nicht zuletzt solle durch die internationalen Aktivitäten der Stiftung auch die europäische Integration vorangetrieben werden, so Schuster. In Aachen und Budapest jedenfalls scheint dies schon Früchte zu tragen. Lehrer Daniel Marburger: „Die Schüler verstehen sich so gut und sind von ihren Gastfamilien so herzlich aufgenommen worden, dass einige sogar schon verabredet haben, sich in den Sommerferien auf eigene Faust zu besuchen.“

 

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(Hinweis der Redaktion: Das Bild zeigt eine Szene vom Besuch des Deutschen Nationalitätengymnasiums Budapest bei der JIA des Georg-Cantor-Gymnasiums Halle.)

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