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Hände, die an einem Tisch gemeinsam arbeiten.
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Freiräume(n) – Arbeit an Schule anders organisieren

Schulen gestalten neue Wege für kollegiale Zusammenarbeit und Entwicklung

Wie können Schulleitungen die Arbeit ihrer Lehrkräfte so organisieren, dass mehr Zeit für kollegiale Zusammenarbeit, für professionelle Entwicklung und pädagogische Innovationen bleibt? Das Werkstattprojekt Freiräume(n) geht dieser Frage nach. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis: Das gültige Arbeitszeitmodell der Lehrkräfte – das sogenannte Deputatsmodell – lässt kaum Spielräume für andere Organisationsformen. Gemeinsam mit einem bundesweiten Schulnetzwerk entwickeln wir Ansätze für eine flexiblere Arbeitszeitorganisation.

Die Ergebnisse der ersten Werkstattphase stehen hier zur Verfügung. Sie richten sich gezielt an Schulleitungen und ihre Teams. In einem „Meet the Experts“ am 17. März können diese zudem lernen, wie sie die Materialien bestmöglich nutzen.

In der zweiten Werkstattphase werden die Materialien mit weiteren Schulen erprobt und finalisiert. Ziel ist es zudem, neue Themen zu identifizieren und zu bearbeiten, die wichtig für eine Neuorganisation der Lehrkräftearbeitszeit sind.

Cover der Publikation "Arbeitszeit in Schule neu gestalten"

Arbeitszeit in Schule neu gestalten

Diese Publikation dokumentiert die erste Werkstattphase im Projekt Freiräume(n), stellt die beteiligten Schulen vor und fasst die erzielten Arbeitsergebnisse zusammen.

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Fünf Bausteine ermöglichen Schulleitungen und ihren Teams, erste Schritte in Richtung einer neuen Arbeitszeitorganisation zu gehen. Die Dokumente liegen hier als Prototypen vor. In Projektphase 2 werden sie an Schulen erprobt, evaluiert und weiterentwickelt.
 

Cover des Baustein A

Baustein A: Tätigkeitenmodell und Glossar

In diesem Baustein wird ein Clustermodell vorgestellt. Es soll Schulen befähigen, ihre Arbeitszeitverteilung systematisch zu erfassen, pädagogische Schwerpunkte sichtbar zu machen und Belastungsfaktoren zu identifizieren. Langfristiges Ziel: eine gesunde, lernförderliche Arbeitskultur zu erreichen.

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Cover des Baustein B1

Baustein B1: Schulentwicklung erfolgreich steuern

Baustein B1 richtet sich an Schulen, die sich in einer frühen Phase der Schulentwicklung befinden. Er unterstützt Schulleitungen und ihre Kollegien dabei, Schulentwicklung und Arbeitszeitgestaltung zusammenzudenken.

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Cover des Baustein B2

Baustein B2: Arbeitszeit sinnvoll gestalten

Dieser Baustein bündelt kreative Tipps und Tricks, die die Akteure aus dem Freiräume(n)-Netzwerk an ihren Schulen entwickelt haben und die den Schulalltag erleichtern sollen. Sie sollen dazu ermutigen, neue Wege im Umgang mit Arbeitszeit zu denken.

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Cover des Baustein C1

Baustein C1: Arbeitszeitorganisation in den Blick nehmen

Das Thema Arbeitszeit ist an Schulen häufig emotional aufgeladen und konfliktreich. Baustein C1 bietet Impulse für einen bewussten und offenen Umgang damit und soll helfen, Arbeitszeit im Kollegium „besprechbar“ zu machen.

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Cover des Baustein C2

Baustein C2: (Jahres-)Arbeitszeitgespräche führen

Dieser Baustein beinhaltet ein Kartenset zum Ausschneiden. Es unterstützt Schulleitungen und Lehrkräfte dabei, Arbeitszeitgespräche auf individueller Ebene strukturiert zu gestalten. Die Karten dienen sowohl zur Vorbereitung als auch als Leitfaden im Gespräch.

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An den Ergebnissen der ersten Werkstattphase von Freiräume(n) haben die folgenden Schulen mitgewirkt:

  • Alemannenschule Wutöschingen, Baden-Würrtemberg
  • Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen, Baden-Württemberg
  • Neue Grundschule Potsdam, Brandenburg
  • Grundschule Borchshöhe, Bremen
  • Grundschule Sodenmatt, Bremen
  • Josephine-Baker-Gesamtschule Frankfurt a.M., Hessen
  • Gymnasium an der Gartenstraße, Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen
  • Helios Gemeinschaftsschule, Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Ratsgymnasium Minden, Nordrhein-Westfalen
  • Ritzefeld-Gymnasium Stolberg, Nordrhein-Westfalen
  • Private Grundschule der IBB Dresden, Sachsen
  • Private Oberschule und Gymnasium der IBB Dresden, Sachsen
  • Grundschule Hafenstraße Elmshorn, Schleswig-Holstein

Die folgenden Schulen wurden für die zweite Projektphase neu in das Netzwerk aufgenommen:

  • Oberschule an der Lerchenstraße, Bremen
  • KGS Niederrad, Frankfurt a.M., Hessen
  • IGS Garbsen, Niedersachsen
  • Hochwald Gymnasium Wadern, Saarland
  • Kirchbergschule Schwalbach, Saarland
  • Friedrich-Schiller-Schule Heusweiler, Saarland
  • Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden, Sachsen
  • Universitätsschule Dresden, Sachsen
  • Grundschule Borgstedt, Schleswig-Holstein
  • Friedrich-Adolf-Richter Schule Rudolstadt, Thüringen
  • Freie Ganztagsschule „Leonardo“, Jena, Thüringen
  • Schlossschule Neustadt/Orla, Thüringen

Mark Rackles ist seit Oktober 2025 Senator für Kinder und Bildung in Bremen. 2023 erstellte er – damals noch als freiberuflicher Politikberater – im Auftrag der Telekom-Stiftung eine Expertise zur Reform des Deputatsmodells. Für die Stiftung war das Papier die Initialzündung, sich weiter mit dem Thema Lehrkräftearbeitszeit zu beschäftigen und das Projekt Freiräume(n) aufzusetzen.

Das Deputatsmodell definiert Lehrkräftearbeitszeit allein über die Anzahl der zu leistenden Unterrichtsstunden. Viele zusätzliche Aufgaben im Schulalltag, bleiben unberücksichtigt – das führt zu Überlastung, macht Schule unflexibel und steht Veränderungen im Weg.

Wir haben deshalb Schulen zusammengebracht, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, ihre Arbeitsorganisation neu zu denken. Ihre Erfahrungen – etwa mit festen Präsenz- und Teamzeiten oder mit Arbeitszeiterfassung – teilen sie im Projekt Freiräume(n). Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die andere Schulen übernehmen können – und die Lehrkräftearbeitszeit vom Hindernis zum Hebel für Veränderung machen.

Die Ergebnisse aus Freiräume(n) fließen auch in ein bundesweit vielbeachtetes Pilotprojekt im Bundesland Bremen ein. Dort sollen ab dem Schuljahr 2026/27 die Lehrkräfte von neun Pilotschulen ihre Arbeitszeit systematisch digital erfassen.