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Lehrer mit Schülern am Laptop

Zukunft des MINT-Lernens

Hochschulen sollen im Auftrag der Telekom-Stiftung Konzepte für guten Unterricht mit digitalen Medien entwickeln.

Mit Hilfe von Computerprogrammen biologische Phänomene erfassen oder chemische Reaktionen im Körper durch eine Virtual-Reality-Brille hautnah erleben – naturwissenschaftlicher Unterricht mit digitalen Medien ist faszinierend und begeistert Schüler wie Lehrer. Die häufig als zu theoretisch und trocken bezeichneten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bieten enormes Potenzial für den Einsatz moderner Technologie – vorausgesetzt, die Lehrkräfte setzen Medien pädagogisch-didaktisch sinnvoll ein. Wie erfolgreicher MINT-Unterricht in der digitalen Welt aussehen muss und wie sich MINT-Lehrkräfte auf die künftige Schulpraxis vorbereiten können, wird im kommenden Jahr ein neues Vorhaben der Deutsche Telekom Stiftung zeigen. 

Die Zukunft des MINT-Lernens – so lautet der Titel des neuen Projekts. „Mit der fortschreitenden Digitalisierung verändern sich die Anforderungen an Schule und Lehrkräfte gerade massiv. Insbesondere MINT-Lehrerinnen und -Lehrer müssen in der Lage sein, digitale Werkzeuge für ihren Fachunterricht zu nutzen“, sagt Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Telekom-Stiftung. „Ich bin überzeugt davon, dass der neue Entwicklungsverbund Antworten auf die Frage finden wird, wie die Zukunft des MINT-Lehrens und -Lernens in einer digitalen Welt aussehen kann.“

Projektleiter Thomas Schmitt erläutert: „Im Kern geht es darum, dass die fortschrittlichsten lehrerbildenden Hochschulen Deutschlands im Rahmen eines Entwicklungsverbunds Konzepte für guten MINT-Unterricht mit digitalen Medien entwickeln. Die Ideen werden sowohl in Lehr-Lern-Laboren als auch in Projektschulen erprobt. Unser Ziel ist es, dass die beteiligten Hochschulen die Ergebnisse dauerhaft in ihre MINT-Lehrerausbildung integrieren und anderen Hochschulen weitergeben.“ Unterstützt wird der Entwicklungsverbund von einer internationalen Expertengruppe aus unterschiedlichsten Bereichen: Mediendidaktiker werden ebenso dabei sein wie Lehr-Lern-Forscher oder MINT-Fachdidaktiker. „Alle Beteiligten arbeiten im Stile einer Denkfabrik zusammen: Gemeinsam werden Positionen erarbeitet, diskutiert und dann in die Öffentlichkeit gebracht“, so Projektleiter Schmitt. 

Die Ausschreibung für interessierte Hochschulen startet am 6. September. Die Hochschulen mit den vielversprechendsten Anträgen werden zu einem zweitägigen Auswahl-Workshop nach Bonn eingeladen, an dessen Ende die internationale Expertengruppe die Teilnehmer am Entwicklungsverbund bestimmt. Die Arbeit des Entwicklungsverbundes „Die Zukunft des MINT-Lernens“ beginnt voraussichtlich im Mai 2018, die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.

Foto: Y. Viacheslav/Shutterstock