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Professor Risch vor dem Freilandmobil

Experimente für alle

Im Freilandmobil der Universität Koblenz-Landau können Jugendliche nach Lust und Laune forschen.

In der Natur ist das Experimentieren doch am schönsten – das dachten sich Professor Björn Risch (Foto) und seine Kollegen von der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik der Universität Koblenz-Landau. Vor fünf Jahren kauften sie einen alten Zirkuswagen. Den bauten sie zu einem Umweltschülerlabor um, mit dem nun Experimente im Freien angeboten werden. Der Wagen steht seit zwei Jahren auf dem Gelände des Eduard-Spranger-Gymnasiums in Landau – auf einer Wiese an der Queich, umringt von Bäumen. Interessierte Jugendliche aller Schulen in Landau können regelmäßig zum Experimentier-Café kommen und im Freien naturwissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund gehen. An diesem Vormittag sind Schülerinnen und Schüler des Max-Slevogt-Gymnasiums und des Eduard-Spranger-Gymnasiums gekommen, gemeinsam mit französischen Austauschschülern. In kleinen Boxen stehen zwölf Experimente zur Auswahl. Zwei davon sind „Rotkohl unter Strom“ und „Fotos in Blau“ (siehe Video unten). Dagmar Linnert, Leiterin des Eduard-Spranger-Gymnasiums, ist begeistert vom Experimentier-Café und dem Freilandmobil. Sie hat sich selbst dafür stark gemacht, dass der Wagen an ihre Schule kommt – nachdem sie bei der Landesgartenschau im Jahr 2015 auf ihn aufmerksam geworden ist.
 

Freilandmobil der Universität Koblenz-Landau


Besonders profitieren Lehramtsstudierende vom Experimentier-Café. Sie entwickeln gemeinsam mit den Chemiedidaktikern der Universität Koblenz-Landau die Experimente und können ihre Lehrkompetenzen schon früh testen. Alexander Engl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik. Er hat das Freilandmobil aufgebaut und koordiniert die Angebote. Wichtig für die Studierenden sei, dass die Erfahrungen, die sie beim Experimentier-Café machten, gut in das Studium integriert würden. An der Universität Koblenz-Landau gibt es dafür das Projekt Umweltchemie. Neben dem Experimentier-Café gibt es noch ein weiteres Angebot, das für alle Altersgruppen offen ist. Die Nawi-Werkstatt der Universität Koblenz-Landau lädt ebenfalls zum Experimentieren ein.

Die Universität Koblenz-Landau legt viel Wert auf außerschulische Lernorte. Mit dem „Zentrum für Bildung und Forschung an außerschulischen Lernorten“ wurde eine campusübergreifende wissenschaftliche Einrichtung ins Leben gerufen, um die vielfältigen wissenschaftlichen Lernorte zu koordinieren. Denn letztlich profitieren alle: Angehende Lehrer können neue Unterrichtsformate ausprobieren, Schüler und Lehrer neue Ansätze in den Naturwissenschaften kennenlernen – und nebenbei lernen alle dazu.

Fotos: Britta Mersch/Björn Risch