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Großes Interesse an erster JIA-Tagung

Bonn, 9.3.2010: Bonn: Mehr als 100 Teilnehmer fanden sich am 5. und 6. März zur ersten bundesweiten Fachtagung „Junior-Ingenieur-Akademie“ (JIA) in Bonn ein. Die Telekom-Stiftung hatte Vertreter aus Politik, Schule, Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen, mit dem Ziel, erste Erkenntnisse des Projekts zu präsentieren und die Akteure noch besser miteinander zu vernetzen. Mit der Junior-Ingenieur-Akademie erhalten Schülerinnen und Schüler an bundesweit derzeit 15 weiterführenden Schulen Einblick in die Berufsbilder von Ingenieuren und Wissenschaftlern.

Den Auftakt der zweitägigen Veranstaltung bildete ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Groß vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung, dem Projektpartner der Junior-Ingenieur-Akademie in Osterholz-Scharmbeck. Sein Thema: Die Chancen und Möglichkeiten moderner Adhäsionstechnik als Beispiel für aktuelle Forschungsfelder im Bereich Ingenieurwissenschaften. Anschließend diskutierten Vertreter unterschiedlicher Projektpartner unter der Leitung von Geschäftsführer Dr. Ekkehard Winter über ihre Erfahrungen mit dem Modell „Junior-Ingenieur-Akademie“.

Der Freitagabend bot zwei Erlebnispräsentationen: Drei Schüler des CJD Königswinter – an dieser Schule startete 2005 die erste JIA – ließen gemeinsam mit ihrem Lehrer Dr. Winfried Schmitz selbstgebaute Mini-Formel-1-Autos über eine Rennbahn quer durch den Konferenzsaal flitzen. Anschließend stellten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in Nonnenwerth „Bernd das Boot“ vor. Das solarbetriebene Minischiff wurde von den Jugendlichen im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie geplant und konstruiert.

Den zweiten Tag eröffnete Dr. Uwe Pfenning von der Universität Stuttgart mit der Präsentation des „Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften“, einer 2009 von der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) in Auftrag gegebenen Untersuchung zu den Ursachen des Nachwuchsmangels in Naturwissenschaften und Technik. Den nächsten Programmpunkt bildeten Kurzpräsentationen einiger JIA-Kooperationspartner, darunter Fraunhofer, CyberMentor und Komm mach MINT, außerdem die Unternehmen LEGO LPE und Festo Didactic.

Ergänzt wurde die Fachtagung von einem „Markt der Möglichkeiten“. Hier stellten die Projektleiter der inzwischen bundesweit 15 Partnerschulen ihre Themengebiete vor, beantworteten Fragen und nahmen Anregungen auf.

„Unserem Ziel, mindestens eine Junior-Ingenieur-Akademie pro Bundesland zu etablieren, sind wir mit dieser Veranstaltung einen großen Schritt näher gekommen“ resümierte Stiftungs-Geschäftsführer Winter. „Mindestens zehn weitere Schulen haben anlässlich der Tagung Interesse bekundet, ebenfalls eine Junior-Ingenieur-Akademie anbieten zu wollen.“


Die Plakatausstellung der JIAs finden Sie hier...

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