Wanderausstellung „Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur“ in München zu Gast.
Ludwig-Maximilians-Universität und Deutsches Museum laden vom 20. November 2008 bis 31. Januar 2009 zum Besuch ein - Deutsche Telekom Stiftung ermöglicht das Sonderprojekt zum Jahr der Mathematik
München, 20. November 2008: Ein Programm-Highlight im Jahr der Mathematik macht Station in München: Die Wanderausstellung „Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur“ ist vom 20. November 2008 bis 31. Januar 2009 im Deutschen Museum zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung basiert auf neuer historischer Forschung und vielen bislang unveröffentlichten Dokumenten. Sie zeigt die Tätigkeit jüdischer Mathematiker in Deutschland – angefangen von der rechtlichen und politischen Gleichstellung jüdischer Bürger im 19. Jahrhundert bis zur Verfolgung und Vertreibung im Nationalsozialismus. Neun Stationen veranschaulichen das Wirken und die Arbeitsbedingungen jüdischer Mathematiker anhand von Fotografien, Dokumenten und Originalarbeiten und erinnern an Emigration, Flucht und Ermordung nach 1933. Die Deutsche Telekom Stiftung fördert die Ausstellung als Sonderprojekt im Jahr der Mathematik. Veranstalter in München ist das Mathematische Institut der Ludwig-Maximilians-Universität mit Unterstützung des Deutschen Museums.
„Die Telekom Stiftung hat das zu Ende gehende Jahr der Mathematik maßgeblich unterstützt. Unser Ziel ist es, für die Mathematik zu begeistern und sie dabei vor allem in ihrer Bedeutung und Vielfalt, aber auch in ihrer historischen Entwicklung zu zeigen. Die Unterstützung dieser Ausstellung war uns daher ein besonderes Anliegen. Ich bin überzeugt, dass sie dazu beitragen wird, vielen Menschen einen neuen oder erweiterten Zugang zur Mathematik zu ermöglichen“, so Dr. Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung.
Die Ausstellung wird heute um 18 Uhr feierlich eröffnet durch Dr. Klaus Kinkel, Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl (Generaldirektor des Deutschen Museums), Prof. Dr. Michael Brenner (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Prof. Dr. Moritz Epple (Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/Main) und steht Besuchern in der Eingangshalle des Bibliotheksbaus des Deutschen Museums, Museumsinsel 1, 80538 München, täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr offen. Nach Frankfurt am Main, Göttingen, Hamburg, Erlangen, Bonn und Magdeburg ist München der siebte Ausstellungsort. „Mathematik ist ständige Begleiterin in Beruf und Alltag und eine ebenso faszinierende wie spannende Wissenschaft. Die Wanderausstellung ‚Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur’ beleuchtet einen wichtigen historischen Aspekt der Wissenschaftsgeschichte. Ich freue mich, dass sie nun auch im Deutschen Museum gezeigt wird und wir auf diese Weise dazu beitragen können, diese bewegende und wichtige Thematik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, betont Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl.
Erarbeitet wurde die Ausstellung von der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main unter der Leitung von Prof. Dr. Moritz Epple in Verbindung mit dem Jüdischen Museum Frankfurt und einem überregionalen Konzeptionsteam. Dazu gehören Prof. Dr. Walter Purkert (Arbeitsstelle Hausdorff-Edition der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften), Prof. Dr. David E. Rowe (Universität Mainz), Prof. Dr. Erhard Scholz (Universität Wuppertal) und Dr. Annette Vogt (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin).
Unter dem Titel „Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur" ist der Begleitband zu der Wanderausstellung im Springer-Verlag erschienen. Für den an Wissenschaft und Geschichte interessierten Leser hält der Band die neun Stationen der Ausstellung fest (39,95 Euro). Kontakt Presseexemplare: Renate Bayaz, Tel. +49 62 21 487 85 31, renate.bayaz@springer.com
Weitere Informationen zur Ausstellung: www.juedische-mathematiker.de
Kontakt für die Presse:
Deutsche Telekom Stiftung
Konrad Hünerfeld
Pressereferent
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