Angebot für die Klassen 9 und 10 - Schüler erfahren in Theorie und Praxis, wie Ingenieure und Wissenschaftler arbeiten – Fachlehrer vermitteln im Unterricht Grundlagenwissen – Fachhochschulen und Unternehmen bieten Praxiserfahrung
Bonn, 12. September 2007: Deutschland fehlt der Ingenieurnachwuchs. Die Deutsche Telekom Stiftung tut etwas dagegen: In der „Junior-Ingenieur-Akademie“ erhalten Schülerinnen und Schüler Einblick in die Berufsbilder von Ingenieuren und Wissenschaftlern und erfahren damit anschaulich, wie Arbeitsplätze in der Industrie, in der Wissenschaft und Forschung aussehen. Als bundesweit fünfte Schule bietet jetzt das Gymnasium Nonnenwerth in privater Trägerschaft der Franziskanerinnen von Nonnenwerth bei Bonn 21 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Junior-Ingenieur-Akademie als Wahlfach zu belegen. Zwei Jahre lang stehen für die 5 Mädchen und 16 Jungen Themen wie alternative Energiequellen, Robotik, Messwerterfassung oder Sensorik auf dem Stundenplan. „Das Land der Dichter und Denker braucht auch Ingenieure“, erklärt Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung, zum Projektstart. „Nur wenn wir junge Menschen früh für technische und ingenieurwissenschaftliche Berufe begeistern, bringen wir auf Dauer die Fachkräfte hervor, die wir so dringend brauchen, um eine international führende Technologienation zu bleiben.“
Die Stiftung ist Initiatorin der Junior-Ingenieur-Akademie. Gefördert werden bereits Schulen in Bremen, Duisburg und Königswinter. Das Vorhaben in Nonnenwerth läuft zunächst über zwei Jahre und wird von der Stiftung mit rund 35.000 Euro unterstützt. Partner sind neben dem Gymnasium Nonnenwerth die Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg und die Fachhochschule Remagen sowie die Hayes Lemmerz-Werke, Fahrrad Schauff, die Görlitz AG, die Solarworld AG und die Werft Remagen.
„Mit der Junior-Ingenieur-Akademie machen wir den Schülerinnen und Schülern ein zukunftsorientiertes Angebot", sagt Schulleiterin Barbara Michels. „Die Jugendlichen, die sich besonders für Mathematik, naturwissenschaftliche Fächer und Technik interessieren, können ihre Interessen hier vertiefen, praktische Kenntnisse sammeln und sich damit konkret auf die Berufswahl vorbereiten.“
Die Junior-Ingenieur-Akademie am Gymnasium Nonnenwerth ist mit Beginn des Schuljahres 2007/8 in Klasse 9 gestartet. In drei Unterrichtsstunden pro Woche erwerben die Teilnehmer Grundlagenwissen in Biologie, Chemie und Physik. Konkret umgesetzt werden die in der Schule erworbenen Kenntnisse dann an den Fachhochschulen und in den beteiligten Unternehmen. Dort betreuen und begleiten Fachkräfte die Junior-Ingenieure unter anderem bei der Programmierung von Robotern, beim Bau eines solarbetriebenen Bootes oder bei der Untersuchung biosensorischer Anwendungen.

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