Entwicklungsvorhaben zum Einsatz neuer Medien im Unterricht - Verbesserung der Medienkompetenz von Schülern und Lehrern - Hohe Schülerorientierung - Förderung von eigenverantwortlichem Arbeiten
Unterricht und Schulorganisation an der 56. Mittelschule und am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leipzig stehen ab sofort ganz im Zeichen der neuen Medien. Beide Schulen nehmen an einem Modellvorhaben der Deutsche Telekom Stiftung teil, das den pädagogischen Nutzen moderner Informations-, Kommunikations- und Medientechniken entwickelt. Ziel ist es, auf dieser Grundlage innovative Lehr- und Lernmethoden zu erarbeiten und die Medienkompetenz von Schülern und Lehrern zu stärken.
In Anwesenheit des sächsischen Kultusministers Steffen Flath unterzeichnen heute Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, sowie die Schulleiter Ulrich Stein (Werner-Heisenberg-Gymnasium) und Hendrik Starke (56. Mittelschule) die Kooperationsverträge. „Einer der Schwerpunkte bei unseren Projekten im Bereich Schule liegt auf der Verbesserung der Unterrichtsqualität“, so Kinkel. „Beim Vorhaben ‚Schule interaktiv’ wollen wir gemeinsam mit Lehrern und Schülern herausfinden, wie neue Medien sinnvoll Einzug in den Unterricht halten können und das Lehren und Lernen optimieren.“
„Schule interaktiv“ ist als Forschungs- und Entwicklungsprojekt über drei Jahre angelegt. Neben den beiden Schulen in Leipzig nehmen die Europaschule in Bornheim bei Bonn und die Wöhlerschule in Frankfurt/Main an dem Projekt teil. Bei der Analyse bestehender Unterrichtskonzepte und der Entwicklung und Umsetzung neuer, interaktiver Lehr- und Lernmethoden werden die Lehrer von Wissenschaftlern der Technischen Universität (TU) Darmstadt, Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik, unter der Leitung von Professor Dr. Werner Sesink unterstützt.
Die Stiftung hat das Projekt initiiert und stellt die erforderliche technische Ausstattung zur Verfügung, darunter Laptops, Smart Boards, drahtlose Funknetze (Wireless Local Area Networks, W-LAN) und ein Lernmanagementsystem. Die modular und bedarfsorientiert eingeführte Software ermöglicht unter anderem, den Schülern individuelle und auf die persönliche Lerngeschwindigkeit abgestimmte Aufgaben zuzuordnen. Einen besonderen Schwerpunkt im Modellvorhaben bildet die Lehrerfortbildung über die gesamte Projektdauer.
Das Modellvorhaben „Schule interaktiv“ will übertragbare Ergebnisse „aus der Praxis für die Praxis“ entwickeln, die für andere Schulen zugänglich gemacht und übertragen werden sollen.
Matthias Adam
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