Modellvorhaben zur Berufsvorbereitung - Zusammenarbeit mit der Jugenddorf Christophorusschule Königswinter und der Fachhoch-schule Bonn/Rhein-Sieg - Interessierte Schüler erhalten Einblick in den Alltag von Ingenieuren, Technikern und Wissenschaftlern - Spezielle Unterrichtseinheiten für Klassen 9 und 10 - Kooperation mit Unternehmen der Region
Einen Roboter bauen, verstehen wie Solartechnik funktioniert oder im Raumfahrt-Forschungslabor experimentieren - das alles steht auf dem Stundenplan der Junior-Ingenieur-Akademie. Teilnehmer dieses neuen Modellvorhabens der Deutsche Telekom Stiftung sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 an der Jugenddorf Christophorusschule (CJD) in Königswinter. Sie erhalten in speziellen Unterrichtseinheiten Einblick in den Alltag von Ingenieuren, Technikern und Wissenschaftlern. Ziel ist es, die Mädchen und Jungen frühzeitig für die Ingenieur-Berufe zu interessieren und bereits vor dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe für naturwissenschaft-liches und ingenieurwissenschaftliches Arbeiten zu motivieren.
„Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels gerade in den Ingenieurberufen brauchen wir dringend junge Menschen, die sich für Naturwissenschaften und Technik begeistern“, erklärt Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung. „Mit der Junior-Ingenieur-Akademie tragen wir dazu bei, Nachwuchs für Themen zu schaffen, die für unser Land und unsere Zukunft von so essentieller Bedeutung sind. Gut ausgebildete Experten bilden eine stabile Grundlage für mehr Innovationen, technologische Leistungsfähigkeit und wirtschaftliches Wachstum.“
Die Deutsche Telekom Stiftung ist Initiatorin der Junior-Ingenieur-Akademie. Inhaltlich ausgestaltet und umgesetzt wird das Vorhaben von der Jugenddorf Christophorusschule Königswinter. Das Projekt ist als Fach im Wahlpflichtbereich II der Sekundarstufe I in den Schullalltag eingebunden. Vermittelt werden theoretische Grundlagen und praktische Erfahrungen in den Themenbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Informationstechnik, Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit. Die Junior-Ingenieur-Akademie läuft über vier Semester bzw. die beiden Schuljahre der Jahrgangsstufen 9 und 10. Der Unterricht umfasst etwa vier Schulstunden pro Woche und Veranstaltungen außerhalb der Schule, darunter Praktika an der Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg und an wissenschaftlichen Einrichtungen. Darüber hinaus gehören Exkursionen, Workshops und Praktika in Unternehmen der Region zum Ausbildungsplan. Zum Kreis der Partner gehören die Dr. Reinold Hagen Stiftung, das School-Lab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz, die Deutsche Telekom, die SolarWorld AG, die Moeller Firmengruppe sowie die Kommunikationsagentur Iser und Schmidt.
Vorbild des Modellvorhabens sind die Schüler-Ingenieur-Akademien in Baden-Württemberg, die maßgeblich vom Arbeitgeberverband Südwestmetall unterstützt werden. Im Unterschied zum Modellprojekt in Königswinter richten sich die Schüler-Ingenieur-Akademien an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe.
Die Deutsche Telekom Stiftung sieht im Aufbau der ersten Junior-Ingenieur-Akademie ein Modell, das weiteren Schulen als Vorbild dienen soll.
Matthias Adam
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