Zur Suche.

Fachtagung "Schüler-Uni"

09.11.2005

Studie belegt: Frühstudium wird in Deutschland immer beliebter

Deutsche Telekom Stiftung stellt Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung zu Studienangeboten für Schüler vor – Steigende Zahl von Universitäten ermöglicht Einblick in den regulären Studienalltag – Rund 750 Schüler nutzen in jedem Semester bereits die Angebote zur Begabtenförderung und Studienorientierung

Immer mehr deutsche Universitäten bieten begabten Schülerinnen und Schülern ein Frühstudium an. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Erhebung der Deutsche Telekom Stiftung. Rund sieben Jahre nach Öffnung der ersten Universität für Schülerinnen und Schüler ermöglichen inzwischen 33 Hochschulen die Teilnahme an regulären Vorlesungen und Seminaren. Der Schwerpunkt der Angebote liegt dabei vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern, in Mathematik und Informatik. Aber auch in anderen Fächern wie den Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften oder Jura können Schülerinnen und Schüler Vorlesungen besuchen und Leistungsnachweise ablegen.

„Das Angebot zum Frühstudium ist ein wichtiger Eckpfeiler der Exzellenzförderung in Deutschland“, erklärt Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung. „Besonders talentierte und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler haben damit Möglichkeiten, die ihnen die Schulen nicht bieten können. Wie erfolgreich das Modell ist, belegt die wachsende Zahl an Schülerstudenten, die an den von uns geförderten Schüler-Universitäten zum Beispiel ein Vordiplom erhalten, noch bevor sie das Abitur in der Tasche haben.“

Im Projekt „Schüler-Universitäten“ stellt die Stiftung 260.000 € unter anderem für die Betreuung der Schüler durch Tutoren, die Fahrtkostenerstattung und die Erstellung von Informationsmaterial zur Verfügung.

Für die Erhebung befragte die Deutsche Telekom Stiftung insgesamt 71 Universitäten bundesweit. 50 Hochschulen waren bereit, Auskunft zu geben. 33 von ihnen bieten ein Frühstudium an und werden dabei von der Stiftung unterstützt. Die qualitative Betrachtung der Angebote zeigt große Unterschiede: Während einige Universitäten ein Frühstudium in nahezu allen Fachbereichen anbieten und darüber hinaus eine große Palette an weiteren Angeboten für Schüler vorhalten, gehen andere bisher nicht systematisch vor und richten sich lediglich an einzelne, in der Regel hochbegabte Schüler.

Die jüngsten der derzeit rund 750 „Schülerstudenten“ in Deutschland sind 14 Jahre alt und jünger, die Mehrheit ist 17 Jahre und älter. Im Durchschnitt nehmen pro Universität und Semester bis zu 32 Mädchen und Jungen das Angebot zum Frühstudium wahr. Dabei liegen die Jungen knapp vorn: 56 Prozent der Teilnehmer sind männlich.

Insgesamt 16 der befragten Universitäten machten Aussagen zu den Erfolgsquoten: An diesen Hochschulen nehmen im Schnitt 61 Prozent der Frühstudierenden an Fachprüfungen teil, 82 Prozent davon mit Erfolg. Seminare werden den Angaben zufolge von 31 Prozent der Frühstudierenden belegt, von denen 79 Prozent die Prüfungen mit Erfolg abschließen.

© Deutsche Telekom Stiftung 2011

Impressum| Datenschutz| Kontakt