Zur Suche.

Mathematik Neu Denken

17.11.2005

Deutsche Telekom Stiftung unterstützt Neuorientierung der Gymnasiallehrer-Ausbildung

Innovatives Forschungs- und Entwicklungsprojekt an den Universitäten Gießen und Siegen - Eigenes Grundstudium für angehende Gymnasiallehrer - Frühe Integration der fachdidaktischen Ausbildung - Beginn im Wintersemester 2005/2006

Studierende mit dem Berufswunsch Mathematiklehrer können jetzt an den Universitäten Gießen und Siegen ein spezielles, auf den Lehrerberuf zugeschnittenes Studium absolvieren. Mit Beginn des Wintersemesters 2005/2006 bieten die Hochschulen mit Unterstützung der Deutschen Telekom Stiftung ein eigenes Grundstudium für künftige Gymnasiallehrer an. Besonderes Unterscheidungsmerkmal zur Ausbildung angehender Diplom-Mathematiker ist die frühe Integration fachdidaktischer Komponenten.

„Durch das wiederholt schlechte Abschneiden deutscher Schüler bei den internationalen Vergleichsstudien TIMSS und PISA sind die Qualität des Mathematikunterrichts und die Qualifizierung der Mathematiklehrer in die öffentliche Kritik geraten“, erklärt Klaus Kinkel, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung. „Mit unserem Projekt wollen wir dazu beitragen, dass junge Menschen mit dem Berufsziel Mathematiklehrer jetzt sehr konzentriert auf dieses Ziel hinarbeiten können. Wir sind überzeugt, dass davon auch die Schüler profitieren und die Mathematik so ihren Ruf als Schreckensfach verlieren kann.“

Ziel des von der Stiftung unterstützten Forschungs- und Entwicklungsprojekts unter Leitung von Professor Dr. Albrecht Beutelspacher (Gießen) und Professor Dr. Rainer Danckwerts (Siegen) ist die stärkere Ausrichtung des Studiums an dem angestrebten Berufsfeld. Während sich für künftige Diplom-Mathematiker nichts ändert, absolvieren angehende Gymnasiallehrer in Gießen und Siegen jetzt ein eigenständiges und speziell an den späteren Anforderungen ausgerichtetes Grundstudium. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der frühen Eingliederung fachdidaktischer Ausbildungskomponenten. Entscheidend ist, dass die Studierenden von Anfang an in ihrem eigenen Lernprozess erleben, wie mathematisches Wissen entsteht. So soll erreicht werden, dass sie später ihren Unterricht nach Prinzipien des aktiv-entdeckenden Lernens gestalten können. „Darüber hinaus wollen wir in Gießen auch durch die Einbindung unseres interaktiven Mathematikmuseums - des ‚mathematikums’ - das Interesse der Studierenden am Lehrerberuf wecken“, erläutert Professor Beutelspacher. Und Professor Danckwerts ergänzt: „Wir hoffen, dass die grundsätzliche Neuorientierung in der Vorbereitung künftiger Lehrerinnen und Lehrer letztlich auch den Schülern den Zugang zur Mathematik neu eröffnet und sie für das Fach gewinnt.“

© Deutsche Telekom Stiftung 2011

Impressum| Datenschutz| Kontakt