Die Deutsche Telekom Stiftung fördert das Frühstudium an der Bayrischen Julius-Maximilians Universität Würzburg, das seit diesem Semester unter dem Motto „Mehr wissen wollen - mehr verkraften können" angeboten wird. Besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 bis 13 haben dort die Möglichkeit, nachdem sie von ihrer Schule vorgeschlagen und ein Aufnahmeverfahren der Universität durchlaufen haben, an regulären Lehrveranstaltungen in den Fächern Chemie, Mathematik, Informatik und Physik teilzunehmen und einen Leistungsnachweis zu erwerben.
Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt dieses Frühstudium mit insgesamt 5.000 Euro. Die Mittel dienen der Betreuung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, der Fahrtkostenerstattung, da ohne diese in einem ländlich strukturierten Bezirk ein Frühstudium möglicherweise nicht möglich wird, sowie der Produktion von Informationsmaterialien zum Projekt. Die Unterstützung ist als Anschubfinanzierung zu sehen und zunächst auf das Wintersemester 2004/2005 und das Sommersemester 2005 beschränkt. Über eine mögliche Fortführung der Unterstützung wollen die Partner nach Auswertung der ersten Projektergebnisse Mitte 2005 sprechen.
"Wir gehen von der Erkenntnis aus, dass es gerade in den Naturwissenschaften und im Fach Mathematik leistungsstarke Kinder und Jugendliche gibt, die in ihrem persönlichen, aber auch im Interesse der Allgemeinheit der gezielten Förderung bedürfen. Diese Schülerinnen und Schülern sollen die Möglichkeit erhalten, über die Schule hinaus Leistungen zu erbringen", begründet Dr. Klaus Kinkel, Bundesminister a.D. und Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, das Engagement. Die Stiftung unterstützt seit Mitte dieses Jahres Frühstudierende und Schüler-Universitäten. Gefördert werden die Schüler-Unis in Köln, Bonn und Jena - weitere Universitäten werden in Kürze folgen. Zudem treibt die Stiftung die bundesweite Verbreitung des Frühstudiums und der Schüler-Universitäten voran. "Schüler-Unis sind ein hervorragendes Beispiel dafür, dass mit verhältnismäßig geringem finanziellem Aufwand ein maßgeblicher Beitrag für eine zielgerichtete und wirksame Förderung von leistungsstarken und begabten Schülern erbracht werden kann", so Kinkel weiter.
Die im Februar 2004 gegründete Deutsche Telekom Stiftung arbeitet mit dem Ziel, Bildung, Forschung und Technologie am Standort Deutschland und als Mittel der europäischen Integration zu fördern und die Entwicklung einer vernetzten Wissens- und Informationsgesellschaft national und international mitzugestalten. Die Stiftung will den Technologiestandort Deutschland voranbringen und einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung des Innovationsklimas im Land leisten. Um auch künftig innovative Produkte und Leistungen hervorzubringen, ist Deutschland auf ein hohes Bildungsniveau und gut ausgebildete Menschen angewiesen. Im Fokus der Projektarbeit der Stiftung steht deshalb die Verbesserung der mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Bildung in Kindergarten, Vorschule und Grundschule über die weiterführende Schule bis hin zu den Universitäten und Fachhochschulen, um über eine substantielle Breitenförderung die Grundlage für kontinuierliche Spitzenleistungen zu schaffen.
Matthias Adam
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