Sie spielen Hauptrollen, werden besungen und agieren als Romanfiguren: Roboter. Die „Maschinenmenschen“ haben sich jedoch vor allem im praktischen Alltag zu besonders wichtigen Zeitgenossen entwickelt. Je nach Definition verrichten derzeit weltweit etwa 17 Millionen Serviceroboter sowie über eine Million Industrieroboter Arbeiten für den Menschen. Roboter schrauben Dinge zusammen, heben Gewichte, mähen Rasen oder saugen selbstständig Staub im Haushalt. Es scheint mittlerweile kaum eine Tätigkeit zu geben, die diese automatischen „Wesen“ nicht verrichten können.
Dabei geht der Wunsch des Menschen, ein künstliches Wesen zu erschaffen, bis in die Antike zurück. In der jüdischen Tradition steht zum Beispiel die Figur des Golems dafür. Doch erst im 20. Jahrhundert – mit der rasanten Entwicklung des technischen Fortschritts – bekommt der Roboter als arbeitende, den Menschen ersetzende Maschine größere Bedeutung.
Seinen universalen Namen erhält der Roboter 1921 vom tschechischen Künstler und Schriftsteller Josef Čapek, dessen Bruder Karel Čapek das Wort Roboter schließlich massenwirksam in einem Drama verwendete. Das Wort leitet sich vom slawischen „robota“ ab, das für Arbeit oder Zwangsarbeit steht. Sobald der Begriff des Roboters in der Welt war, wurde er zahlreich verwendet. Vor allem in den aufkommenden Science-Fiction-Romanen spielen die Maschinenmenschen eine große Rolle. Dass Roboter heute jedoch wirklich Tore schießen können, das hätte damals wohl der kühnste Visionär nicht für möglich gehalten.

Marion Ayasse
Tel.: 0228 - 181 92021
Fax: 0391 - 580235902
E-Mail: Marion.Ayasse@telekom.de
