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Wer hat das Telefon erfunden?

03.06.2011

Telefonieren ist heutzutage völlig unkompliziert und mit dem Handy sogar jederzeit fast überall möglich. Dabei ist es gerade mal 150 Jahre her, dass die Übermittlung von Tönen über eine gewisse Distanz einer technischen Revolution gleichkam.

An der Entwicklung des Telefons sind mehrere Erfinder beteiligt. Als ausschlaggebend aber gilt eine Konstruktion von dem im hessischen Gelnhausen geborenen Philipp Reis (1834-1874). Reis war als Lehrer für Mathematik und Physik tätig, er interessierte sich besonders für die elektrische Nachrichtenübertragung. Ständig baute er für seine Schüler Modelle, um physikalische Prozesse anschaulicher vermitteln zu können. Dabei entstand auch ein Sprachübertragungsapparat. Das war eine Konstruktion bestehend aus einer Batterie, einem (Sprech)-Trichter mit Membran und einer mit einem Metalldraht verbundenen Spule. Diese diente dem Hörer als Empfänger. Mit dieser Anordnung war es möglich, die akustischen Schwingungen der Membran über den Draht in elektrische Signale umzusetzen. Im Jahre 1861 präsentierte er diesen Apparat, den er „Telefon“ nannte, vor dem Physikalischen Verein in Frankfurt. Die Gelehrten zeigten sich nicht sonderlich beeindruckt, ließ doch die Qualität der Tonübertragung sehr zu wünschen übrig. Philipp Reis hatte zudem kaum Kontakte in die Industrie, um seine Erfindung weiter zu perfektionieren. Er starb verbittert im Jahr 1874, ohne dem Telefon zum Durchbruch verholfen zu haben. Nur zwei Jahre später meldete der Taubstummen-Lehrer Alexander Graham Bell in den USA ein Patent auf eine etwas andere Telefonkonstruktion an. Dabei, so heißt es, soll die Reis’sche Erfindung einen großen Einfluss gespielt haben.

Übrigens: Eine der ersten Sätze, die Philipp Reis zu Demonstrationszwecken durch sein Telefon sprach, ist weltberühmt geworden. Die Aussage sollte möglichst abstrus sein, damit das Gegenüber Verständnislücken nicht einfach logisch auffüllen konnte. Philipp Reis wählte den Satz: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat.“

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