Deutsche Telekom Stiftung prämiert innovative Konzepte zur Förderung rechenschwacher Schüler.
„Wir hatten vielfältige Bewerbungen, die uns die Auswahl richtig schwer machten“, erklärt Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Telekom-Stiftung. „Die Sieger-Konzepte regen in be¬sonderer Weise zum Nachmachen an und können anderen Lehrkräften und Schulen Impulse geben, Schüler mit besonderem Förderbedarf in Mathematik besser zu unterstützen.“
In der Kategorie „Schulweite Förderkonzepte“ belegt die Aueschule in Wendeburg den ersten Platz: Dort können die Schüler der fünften Klasse jede Woche eine Stunde zum Beispiel mit Rechenbrettern oder Kartenspielen fehlendes Grundschul¬wissen aufholen. Die Don-Bosco-Berufsschule in Würzburg landet auf dem zweiten Platz: Hier werden in zwei Stunden pro Woche rechenschwache Jugend¬liche mit speziellen Materialien für die Anforderungen in Ausbildung und Beruf fit gemacht.
In der Kategorie „Förderkonzepte einzelner Lehrkräfte“ erreicht die Mathematiklehrerin Dr. Sieglinde Waasmaier von der Mittelschule Fronthausen den ersten Platz. Sie lässt ihre Schüler systematisch Basiswissen wiederholen und Lernwege dokumentieren. Damit schafft sie Anknüpfungs¬punkte für neues Wissen. Der Zweitplatzierte Peter Doll, Mathematiklehrer an der integrierten Gesamtschule Kelsterbach, hat den „Rechentrainer“ entwickelt. Mit dieser Software können alle Schülerinnen und Schüler seiner Schule einzeln, in Gruppen oder als Klasse Rechenaufgaben üben und wiederholen. Das Programm ist zeitlich flexibel einsetzbar und bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade.
Der „Mathekönner“-Wettbewerb wurde unter dem Dach von „Mathe sicher können“ durchgeführt, einem von der Deutsche Telekom Stiftung initiierten und geförderten Kooperationsprojekt der Technischen Universität Dortmund, der Freien Universität Berlin, der Pädagogischen Hochschule Freiburg sowie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Das Projekt kümmert sich um in Mathematik leistungsschwache Schülerinnen und Schüler. Gemeint sind die 20 Prozent der Jugendlichen, die nach der PISA-Studie am Ende der Regelschulzeit nur auf Grundschulniveau rechnen und keine Anforderungen bewältigen können, die über elementare Standardaufgaben hinausgehen. Daher werden unter anderem im Projekt geeignete Unterrichtsstrukturen, -konzepte und -materialien entwickelt und erforscht.
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