Mit dem Projekt Mathe sicher können widmet sich die Deutsche Telekom Stiftung gezielt den so genannten Risikoschülern. Darunter versteht man die fast 20 Prozent der 15-jährigen in Deutschland, die am Ende der Pflichtschulzeit lediglich das mathematische Kompetenzniveau der sechsten Klasse erreichen. Das sind rund 150.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr. Rund ein Fünftel davon rechnet laut PISA-Studie 2006 sogar nur auf Grundschulniveau und kann Anforderungen, die über elementare Standardaufgaben hinausgehen, nicht bewältigen. Diese Jugendlichen müssen im Hinblick auf ihre weiteren Bildungs- und Berufschancen als Gruppe gesehen werden, deren gesellschaftliche Teilhabe massiv erschwert ist, da sie die Mindeststandards am Ende der Regelschulzeit nicht erreichen.
Projektziel ist es daher, den Anteil ausbildungsfähiger, „mathematisch alphabetisierter“ Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Die Maßnahmen sollen auch zur dauerhaften Kompetenzverbesserung von Lehrkräften und Schulen beitragen. Im Projekt werden in der Sekundarstufe I Unterrichtsstrukturen, -konzepte und -materialien für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler und deren Lehrkräfte entwickelt und erforscht. Da viele Schwierigkeiten auf Probleme in der Grundschule zurückzuführen sind, wird sich Mathematik sicher können auch der Sicherung mathematischer Basiskompetenz in der Primarstufe widmen.
In dem vom Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts der Technischen Universität Dortmund koordinierten Verbundprojekt arbeiten die Dortmunder Mathematikdidaktiker zusammen mit der Freien Universität Berlin, der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Universität Münster. Das Projekt läuft zunächst drei Jahre, von 2011 bis 2013.
Auf der Homepage finden sich weitergehende Informationen zum Projekt und auch dem damit verbundenen Wettbewerb "Mathekönner".

Johannes Schlarb
Tel.: 0228 - 181 92113
Fax: 0391 - 5801 13653
E-Mail: Johannes.Schlarb@telekom.de
