Mit dem Projekt Unterricht – Diagnose – Kompetenz (UDiKom) hat die Kultusministerkonferenz (KMK) 2009 ein Vorhaben angestoßen, das die Diagnosefähigkeit von Lehrkräften verbessern soll. Getragen wird das Projekt von allen 16 Bundesländern, die Federführung liegt beim Land Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt steht die systematische Entwicklung der diagnostischen Kompetenzen von Lehrkräften mit dem Ziel, das durchschnittliche Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler anzuheben, die Streuung der Leistungen zu verringern und den Anteil der Spitzenleistungen im Hinblick auf den OECD-Mittelwert deutlich zu erhöhen.
Im Auftrag des NRW-Schulministeriums haben das Institut für Schulentwicklung der Technischen Universität Dortmund (Prof. Dr. Wilfried Bos), die Universität Koblenz-Landau (Prof. Dr. Andreas Helmke), die Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Detlef Leutner) und die Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Joachim Wirth) Studienbriefe zum Thema Diagnosefähigkeit entwickelt, die in allen Phasen der Lehrerbildung eingesetzt werden können.
Ergänzt werden die Studienbriefe durch ein E-Learning-Modul. Die Entwicklung und Verbreitung dieses Moduls über Lern-DVDs wurden von der Deutsche Telekom Stiftung ermöglicht. Die Stiftung zieht damit Konsequenzen aus den Erkenntnissen der im Jahr 2007 beauftragten Studie von Prof. Claudia Solzbacher zum Projekt Schüler-Universitäten. Ergebnis dieser Untersuchung war unter anderem, dass die individuelle Förderung von Talenten an den Schulen bislang nicht ausreichend geschieht. Ein Grund dafür sind laut Prof. Solzbacher die unzureichenden Kompetenzen der Lehrkräfte mit Blick auf die Begabungserkennung und –förderung.
Die Studienbriefe und das E-Learning-Modul stehen den lehrerbildenden Einrichtungen der Bundesländer seit Februar 2011 zur Verfügung. Zu den Downloads...

Johannes Schlarb
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